⚖️ BMI-Rechner

Nutzen Sie unseren BMI-Rechner, um Ihren Body-Mass-Index sofort zu ermitteln. Geben Sie Ihr Gewicht in Kilogramm und Ihre Größe in Zentimetern ein und erfahren Sie, in welcher Kategorie Sie liegen.

Geben Sie Ihr Gewicht in Kilogramm ein
Geben Sie Ihre Größe in Zentimetern ein

Was ist der Body-Mass-Index (BMI)?

Der Body-Mass-Index ist eine international anerkannte Kennzahl, die das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße setzt. Er wurde im 19. Jahrhundert von dem belgischen Statistiker Adolphe Quetelet entwickelt und wird heute von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) als Screening-Instrument zur Einschätzung des Körpergewichts empfohlen.

Die BMI-Formel

BMI = Körpergewicht (kg) / Körpergröße (m)²

Beispiel: Sie wiegen 75 kg und sind 1,78 m groß.
BMI = 75 / (1,78 × 1,78) = 75 / 3,1684 = 23,7

Da Deutschland das metrische System verwendet, geben Sie Ihr Gewicht in Kilogramm und Ihre Größe in Zentimetern ein. Unser Rechner wandelt die Zentimeter automatisch in Meter um.

BMI-Kategorien nach WHO und DGE

Die Weltgesundheitsorganisation und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung haben folgende Einteilung festgelegt:

  • Unter 18,5 — Untergewicht: Ihr Körpergewicht liegt unter dem empfohlenen Bereich. Mögliche Ursachen sind unzureichende Ernährung, chronische Erkrankungen oder Essstörungen. Ein Besuch beim Hausarzt ist ratsam.
  • 18,5 bis 24,9 — Normalgewicht: Ihr Gewicht liegt im gesunden Bereich. Dieses Gewicht ist mit dem geringsten Risiko für gewichtsbedingte Erkrankungen verbunden.
  • 25,0 bis 29,9 — Übergewicht (Präadipositas): Ihr Gewicht liegt über dem Normalbereich. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2 und Gelenkprobleme ist erhöht.
  • 30,0 bis 34,9 — Adipositas Grad I: Es liegt eine moderate Fettleibigkeit vor. Gesundheitliche Risiken sind deutlich erhöht.
  • 35,0 bis 39,9 — Adipositas Grad II: Schwere Fettleibigkeit mit hohem Gesundheitsrisiko. Eine ärztliche Begleitung wird dringend empfohlen.
  • Ab 40,0 — Adipositas Grad III (Adipositas permagna): Extreme Fettleibigkeit mit sehr hohem Risiko für schwerwiegende Begleiterkrankungen.

Bauchumfang als ergänzende Messung

Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt, neben dem BMI auch den Bauchumfang zu messen, da er die Verteilung des Körperfetts besser widerspiegelt als der BMI allein. Bauchfett (viszerales Fett) ist besonders gesundheitsschädlich, da es Entzündungen fördert und das Risiko für Stoffwechselerkrankungen erhöht.

  • Frauen: Ein Bauchumfang über 80 cm gilt als erhöht, über 88 cm als stark erhöht.
  • Männer: Ein Bauchumfang über 94 cm gilt als erhöht, über 102 cm als stark erhöht.

Messen Sie Ihren Bauchumfang morgens nüchtern auf Höhe des Bauchnabels, aufrecht stehend und nach dem Ausatmen.

Einschränkungen des BMI

Obwohl der BMI ein nützliches Screening-Instrument ist, hat er einige Grenzen:

  • Muskelmasse: Sportler und Menschen mit viel Muskelmasse können einen hohen BMI haben, obwohl ihr Körperfettanteil niedrig ist. Ein Kraftsportler mit 95 kg bei 1,80 m hätte einen BMI von 29,3, läge also formal im Bereich „Übergewicht".
  • Alter: Mit zunehmendem Alter verschiebt sich die Körperzusammensetzung. Für ältere Erwachsene wird ein BMI bis 27 häufig noch als unproblematisch angesehen.
  • Kinder und Jugendliche: Für Personen unter 18 Jahren gelten alters- und geschlechtsspezifische Perzentilkurven (Wachstumskurven), die der Kinderarzt im gelben Vorsorgeheft dokumentiert.
  • Schwangerschaft: Während der Schwangerschaft ist der BMI kein geeigneter Indikator für das Körpergewicht.
  • Fettverteilung: Der BMI sagt nichts über die Verteilung des Körperfetts aus. Viszerales Bauchfett ist gefährlicher als subkutanes Fett an Hüften und Oberschenkeln.

BMI und das deutsche Gesundheitssystem

In Deutschland spielt der BMI eine Rolle in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens:

  • Krankenkassen: Viele gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Kurse zur Gewichtsreduktion und Ernährungsberatung im Rahmen der Prävention nach § 20 SGB V, wenn ein erhöhter BMI vorliegt.
  • Hausarzt: Bei den regelmäßigen Gesundheitsuntersuchungen (Check-up ab 35) wird der BMI standardmäßig erfasst und dokumentiert.
  • Reha-Maßnahmen: Bei Adipositas Grad II oder III können Rehabilitationsmaßnahmen oder eine bariatrische Operation über die Krankenkasse beantragt werden.

Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, wenn Ihr BMI außerhalb des Normalbereichs liegt. Gemeinsam können Sie individuelle Maßnahmen planen.

Tipps für ein gesundes Gewicht

Unabhängig vom BMI-Ergebnis gibt es bewährte Grundsätze für ein gesundes Körpergewicht:

  • Ausgewogene Ernährung: Die DGE empfiehlt eine abwechslungsreiche Kost mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und magerem Eiweiß. Verarbeitete Lebensmittel mit hohem Zucker- und Fettgehalt sollten nur in Maßen genossen werden.
  • Regelmäßige Bewegung: Die WHO empfiehlt mindestens 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive körperliche Aktivität pro Woche. Schon tägliches Spazierengehen oder Radfahren zur Arbeit kann einen erheblichen Unterschied machen.
  • Ausreichend Schlaf: Studien zeigen, dass chronischer Schlafmangel das Hungergefühl steigert und zu Gewichtszunahme führen kann. Erwachsene sollten sieben bis neun Stunden pro Nacht schlafen.
  • Stressmanagement: Chronischer Stress erhöht den Cortisolspiegel, was die Einlagerung von Bauchfett begünstigt. Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder regelmäßige Pausen im Arbeitsalltag können helfen.

Beachten Sie, dass eine nachhaltige Gewichtsveränderung Zeit braucht. Radikale Diäten führen häufig zum sogenannten Jo-Jo-Effekt. Eine langfristige Umstellung der Lebensgewohnheiten ist wirksamer als kurzfristige Maßnahmen.

BMI bei älteren Erwachsenen

Für Menschen ab 65 Jahren gelten leicht abweichende Empfehlungen. Studien deuten darauf hin, dass ein BMI zwischen 22 und 27 in dieser Altersgruppe mit der geringsten Sterblichkeit verbunden ist. Ein etwas höheres Gewicht im Alter kann als Reserve bei Erkrankungen dienen. Untergewicht ist im Alter dagegen besonders problematisch, da es das Risiko für Stürze, Knochenbrüche und einen Verlust an Muskelmasse (Sarkopenie) erhöht.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist ein gesunder BMI für Erwachsene?
Nach der Klassifikation der WHO und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 im Normalbereich. Dieser Bereich ist mit dem geringsten Risiko für gewichtsbedingte Erkrankungen verbunden.
Wie berechne ich meinen BMI?
Teilen Sie Ihr Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat Ihrer Körpergröße in Metern. Beispiel: 70 kg bei 1,75 m Größe ergibt BMI = 70 / (1,75 × 1,75) = 22,9. Unser Rechner erledigt diese Berechnung automatisch für Sie.
Warum ist der BMI nicht immer aussagekräftig?
Der BMI unterscheidet nicht zwischen Fett- und Muskelmasse. Sportler mit viel Muskulatur können einen hohen BMI haben, obwohl sie gesund sind. Auch Alter, Geschlecht und Fettverteilung werden nicht berücksichtigt. Der Bauchumfang ist eine sinnvolle Ergänzung.
Gilt der BMI auch für Kinder und Jugendliche?
Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren werden alters- und geschlechtsspezifische Perzentilkurven verwendet, da sich die Körperzusammensetzung während des Wachstums verändert. Der Kinderarzt dokumentiert diese Werte im Vorsorgeheft.
Ab welchem BMI bezuschusst die Krankenkasse eine Ernährungsberatung?
Viele gesetzliche Krankenkassen fördern Präventionskurse zur Gewichtsreduktion im Rahmen von § 20 SGB V. Die genauen Voraussetzungen variieren je nach Kasse. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, der Ihnen eine entsprechende Empfehlung ausstellen kann.
Was sagt der Bauchumfang zusätzlich zum BMI aus?
Der Bauchumfang zeigt, wie viel viszerales Fett im Bauchbereich vorhanden ist. Dieses Fett ist besonders gesundheitsschädlich. Das Robert Koch-Institut empfiehlt als Grenzwerte: bei Frauen über 88 cm und bei Männern über 102 cm als stark erhöhtes Risiko.